Ausrüstung
Die vielleicht schwerste Entscheidung, die man vor dem Start einer Berghüttentour treffen muß, betrifft die Ausrüstung. Was soll man mitschlören, wo jedes Gramm zählt? Daher unser Tip:
Was man bei einer vergleichbaren Hüttentour unbedingt dabei haben sollte:

 

  • Feste Schuhe mit ordentlich Grip
  • Rucksack (ab 40l, möglichst schmal)
  • Pullover und wasserdichte Jacke
  • wahlweise Wanderstöcke, Kniebandagen oder Morphium
  • viele viele Socken
  • haltbare Lebensmittel
  • Taschenmesser, Pflaster usw.
  • Wanderkarte
  • Bargeld

 

Was nicht schaden kann:

  • Sicherungsgurt (Brust- oder Hüftgurt mit ein bis zwei Seilen und Haken zum Einklinken auf schwierigen Klettersteigen)
  • Fahrradhandschuhe (für Klettersteige)
  • Opernglas und Kamera
  • kräftige Arm- und Beinmuskulatur (kommt sonst ungefragt von alleine)
  • Schwindelfreiheit

Was man sich getrost schenken kann:

  • Hochleistungshaarfön
  • Rundfunkgeräte
  • Ziegelsteine zum Ausbalancieren
  • Alles, was nicht dem Überleben dient

Noch ein Hinweis für Raucher: auf den Hütten gibt es i.a. keine Zigaretten zu kaufen!

Dolomit
Sedimentgestein mit einem hohen Anteil des Minerals Dolomit — Calcium- Magnesium- Dicarbonat.
Meist organischen Ursprungs, entsteht aus Kalkstein durch hydrothermale Umwandlung in warmem Meerwasser. Farbe meist weiß, gelb, braun oder grau.
Dolomit ist säurebeständiger als Kalkstein und findet vor allem als Baustoff und als Schotter Verwendung.
Benannt — wie auch die Dolomiten selbst — nach dem Mineralogen Dolomieu.

Erosion
Auch Verwitterung genannt. Gegenspieler der Gebirgsbildung, sucht alle Reliefformen auf der Erdoberfläche zu nivellieren. Man unterscheidet physikalische, chemische und biogene Formen der Erosion.
Wichtigste physikalische Form in den Dolomiten und allgemein in Hochgebirgsregionen ist die Frostsprengung — Wasser dringt bei Tauwetter in winzige Spalten und Risse der Felswände ein, beim Gefrieren dehnt es sich aus und kann Felssplitter absprengen, die am Fuß der Wand als Schotter zu liegen kommen.
Die Löslichkeit von Kalk- und Dolomitgesteinen in saurem Wasser führt zur Ausbildung von Karstlandschaften (chemische Verwitterung, Winnetou-Fans kennen das).

Jagatee
Gewürzter schwarzer Tee, mit Obstler und Rum verbessert. Eigentlich der Diesel der Skifahrer, doch frieren und saufen kann man in den Dolomiten auch während der Sommermonate.
Einzelheiten zu Historie und Zusammensetzung des Jagatees findet man unter http://www.ttm-online.com/travelguide/jagatee.html

Laurin
Sagenhafter Zwergenkönig mit Tarnkappe und Herr über den Rosengarten, bis er durch den Helden Dietrich von Bern und seine Schlägertruppe niedergeworfen wurde. Kar
Sesselförmige Nische im einstigen Steilhang, die durch eiszeitliche Hanggletscher herausgehobelt wurde. Typischerweise von drei steilen Karwänden umgeben und mit Schotter bedeckt. Oftmals eine willkommene Schwachstelle in einer sonst unüberwindlichen Felswand.

Karren
Aufrechtstehende bis fußbreite Gesteinsrippen, die durch Rinnen voneinander getrennt sind. Die Rinnen entstehen in anstehendem Carbonatgestein bei nicht (mehr) vorhandener Vegetationsdecke aus anfänglich kleinen Rissen durch Lösung in saurem Wasser — auch vermeintlich sauberer Regen ist sauer durch das aus der Atmosphäre aufgenommene Kohlendioxid.

Rayleigh-Streuung
Warum ist der Himmel blau? Die Atmosphäre ist nicht ganz so durchsichtig, wie gemeinhin angenommen. Ein Teil des direkten Sonnenlichts wird von den Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen der Luft aus seiner Bahn gelenkt (gestreut) und erreicht die Erde schließlich als diffuses Himmelslicht (ohne Atmosphäre wäre der Himmel auch tagsüber schwarz wie auf dem Mond). Das Streuvermögen der Moleküle hängt sehr stark von der Farbe (Wellenlänge) des Lichtes ab, Licht vom blauen Ende des Sonnenspektrums wird 16mal stärker gestreut als rotes. Deshalb ist der Himmel blau.
Die Streuung an größeren Luftteilchen wie Wassertröpfchen oder Aerosolen liefert dagegen einen grauweißen Schleier, meist Zeichen für hohe relative Luftfeuchtigkeit oder schlechte Luftqualität.
Die Rayleigh-Streuung führt zu einer teilweise Ausrichtung des Photonenspins (Polarisierung), so daß beim Fotografieren ein Polarisationsfilter hilfreich sein kann, um das satte Himmelsblau auch eindrucksvoll auf den Film zu bannen.

Via Ferrata
Eisenweg — ein mit fingerdicken Stahlseilen, Stiften, Trittklammern oder Leitern versehener Klettersteig. Beliebte weil relativ gefahrlose Alternative zum reinen Bergsteigen.
Viae Ferratae stammen teilweise noch aus prätouristischer Zeit und wurden beispielsweise fleißig von den Gebirgssoldaten des 1.Weltkrieges benutzt.
Je nach Schwierigkeitsgrad wird das Tragen von Helmen und Sicherungsgurten empfohlen.

 

Links

Tourismusverband St.Christina

Telefon: 0471-793046
Fax: 0471-794245
E-Mail: s.cristina@val-gardena.com

 

Schutzhütten

Schlüterhütte Rif. Genova al Passo Poma 2297m Geisler/Puez
Puezhütte Rif. Puez 2475m Puezgruppe
Pisciadu-Hütte Rif. F.Cavazza al Pisciadu 2585m Sella
Tierser Alpl-Hütte Rif. Alpe di Tires 2440m Schlern/Rosengarten
Vajoletthütte Rif. Vaiolet 2243m Rosengarten
Gartlhütte Rif. Re Alberto I 2621m Rosengarten
Santner Passhütte Rif. Passo Santner 2734m Rosengarten
Rosengartenhütte Rif. A.Fronza alle Coronelle 2283m Rosengarten

Willkürlich ausgewählte Links zum Thema

Bergtour Dolomiten 1998
Da hat doch tatsächlich jemand fast die gleiche Tour wie wir gemacht mit dem Unterschied, dass wir nicht im Schnee versunken sind.
Piz Boe
Ingrid und Eberhard hatten auf dem Gipfel besseres Wetter und haben schöne Fotos gemacht.
Auf Klettersteigen durch die Dolomiten
Eine Beschreibung der schwierigsten Viae Ferrati in den Dolomiten. Auch der eher mäßig schwere KS am Santner Pass ist darunter.
König Laurin
Eine Abhandlung über den Zwergenkönig Laurin, der der Sage nach im Rosengarten residierte.
Jagatee
Rezepte und historische Betrachtungen zum Kultgetränk der Skiläufer.